Archive for September, 2008
London hat ein riesiges Angebot an Gemeinden und Kirchen. Daher hab ich beschlossen, mir möglichst jeden Sonntag Abend eine andere Gemeinde anzusehen (Vormittags gehe ich regelmäßig in eine Gemeinde).
Gestern war ich im Abendgottesdienst von Hillsong – nur einer von drei Gottesdiensten. Der Gottesdienst fand in einem Theatergebäude statt, dass randvoll war! Unzählige Menschen, vorwiegend junge Leute, alle nur denkbaren ethnischen und sozialen Gruppen. Viel Musik (in hervorragender Qualität!), Tanzen, Beten, Lobpreisen, Bibelverse mit Musik im Hintergrund, “Hallelujah!” und “Amen!”, bewegende Zeugnisse, Videoclips… Eine Mischung aus Konzert, Konferenz und Gottesdienst.
Der Kontrast zu der anglikanischen Kirche, in der ich am Morgen war (mit Liturgie, Knien-aufstehen-hinsetzten, Chortrachten…) war krass!
Aber es ist genial zu sehen, dass Gottes Gemeinde so viele Gesichter hat – und in beiden Kirchen begegnen Menschen Jesus Christus, in beiden Gemeinden wirkt sein Geist.
Ich bin gespannt, was für “Gesichter” es hier noch gibt! :-)
Es gibt so viele Vorurteile über das schlechte, englische Essen, dass ich dazu auch mal einen Beitrag schreiben wollte; Bislang hat es mir hier nämlich echt geschmeckt!
Heute gab es aber mal etwas Besonderes: Safari Supper. D.h. unsere Fellowshipgroup (Kleingruppe oder Koino) hat sich zum Essen getroffen, aber immer versetzt bei verschiedenen Leuten. Es fing an mit “Starters”, also der Vorspeise. Dazu war ich bei jemanden eingeteilt, der eine “Chilled Avocado Soup” auftischte. Sehr delikat!
Dann ging’s weiter zur Hauptspeise bei einem Ehepaar aus der Fellowshipgroup – wieder mit anderen Leuten – und es gab “Chicken Wings In Honey Sauce With Chutney and Salat”. Sehr lecker!
Zum Abschluss, wieder in einer neuen Kombination, haben wir bei einem anderen Ehepaar “Chocolate Cheesecake” gehabt. Yummy!
Also, was Essen angeht, steht meine neue Koino der alten in nichts nach ;-)
Eine echt nette Sache, sowas: man lernt viele Leute (und ihre Wohnungen) kennen, die Gruppen sind nicht so groß und man kann sich gut mit mehreren unterhalten. UND: Als Gastgeber muss man nicht für riesige Gruppen kochen und kann einfach sein Menü aus seinen Lieblingsgerichten zusammen mixen, ohne dass sie unbedingt zusammen passen müssen. ;-)
Prädikat: Empfehlenswert.
Keine Angst! Das ist keine Anweisung für Speed-Lesen. Ich bin da eher von der langsamen Sorte. Aber gestern hatten wir ein Seminar mit einigen interessanten Tipps. Den hier fand ich besonders hilfreich:
THIRTY MINUTES WITH A BOOK
0-1 Why am I reading this? What do I want out of it? How will reading it help me to be a more effective servant of Jesus?
2-4 How many pages, read blurb, look at contents page – what’s on the chapters?
5-6 So what is the book about – tell someone else / jot is down
7-10 Flick through the book – turn lots of pages, notce things, shout out words, headings, italicized sentences etc.
11-15 Preview – look at preface, intro, summery, conclusions etc. – read interesting paragraphs
16-17 Decide on which 5-10 pages which give you best sense of the book
18-27 Read those pages
28-30 Put on paper and say out loud what the book is about, what you have gained from it, why it might be worth more time, and one key learning/idea/quote so far.
Ich hab das heute mal ausprobiert – und für so Langsamleser wie mich scheint das eine gute Querlesemethode zu sein. Könnt’s ja mal ausprobieren :-)
“Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.” Mt 10:39.
Gestern fand ich beim Lesen eine wunderschöne Erklärung für diesen Vers:
“When He (God) talks of their losing their selves, He only means abondoning the clamour of self-will; once they have done that, He really gives them back all their personality, and boasts that when they are wholly His they are more themselves than ever.”
C.S.Lewis, “The Screwtape Letters”, Chapter XIII. (Auf deutsch: “Dienstanweisung an einen Unterteufel”.)
Irgendwie scheine ich immer zu denken, dass ich etwas verliere, wenn ich mich selbst aufgebe. Aber es stimmt wirklich, je mehr man Gott die Kontrolle gibt und seinen eigenen Willen Ihm unterordnet, desto mehr findet man auch zu sich selbst und gewinnt dazu.
Ich könnte jetzt ja noch mit einem Zitat protzen, dass “Gotteserkenntnis und Selbsterkenntnis” untrennbar zusammengehören, aber ich lass das hier mal… ; )
The only thing that’s better than a good friend is a good friend with chocolate!
Heute gab’s zum Nachtisch Schokofondue.
Mein persönlicher Favorit: Erdbeere mit weißer Schokolade und Kokusstreuseln.
Suuuuperlecker!
Meine Gastfamilie habe ich jedenfalls schon davon überzeugt! ;-)
Wenn man eine Zeitzone, eine Sprache, zwei Länder und zwei Monate weit von der Liebe seines Lebens entfernt ist, scheint Skype auf einmal Nobel-Preis-würdig zu sein! Stundenlang kostenlos und mit Bild telefonieren zu können, ist einfach nur genial! Also, falls einer von euch zufällig den Erfinder kennen sollte, sagt ihm bitte, dass er mein persönlicher Hero ist!
Achso, wenn ihr mit mir skypen wollt, dann könnt ihr das auch gerne tun ;-)
Vorgestern Abend ruft mich um kurz nach 7 jemand aus dem College an: “Hast du morgen schon was vor? Wie wäre es mit einem Tag in Brighton?”
Tja, und so kam es, dass ich gestern bei strahlendem Sonnenschein mit fünf Mädels den steinigen Strand Englands unsicher gemacht hab! :-) Einfach ein herrlicher Tag! Aber überzeugt euch einfach selbst :-)
“Love the Lord your God with all your heart and with all your soul and with all your mind and with all your strength. [...] Love your neighbor as yourself.” (Mk 12:30-31)
Das ist das höchste Gebot. Darum soll es gehen.
Wie kann man es schaffen, das als (angehender) Theologe zu leben? Zeichnet sich die Theologie nicht oft gerade dadurch aus, dass man andere als nicht rechtgläubig, zu liberal oder zu konservativ, den-falschen-Ansatz-habend, usw. verurteilt?
Ganze theologische Bücher, unzählige Aufsätze etc. werden doch nur geschrieben, um eine bestimmte Position gegen eine andere zu verteidigen. Theologische Kriegsführung.
Apologetik, die Verteidigung des Glaubens, beschäftigt sich immer damit, sich vom falschen Glauben abzugrenzen. Aber führt dies nicht dazu, dass man sich ständig auf die Grenzen konzentriert? Sollen wir uns nicht auf das Zentrum, Jesus Christus, konzentrieren?
Gibt es eine Theologie, die dazu führt, dass wir Gott und unseren Nächsten mehr lieben anstatt uns eine Reihe von Überzeugungen anhäufen, die wir wie bissige Hunde verteidigen?
Just wondering…
Sich mit der Lerngruppe für Hebräisch und Griechisch zum Englischen Frühstück zu treffen, ist absolut empfehlenswert! Sehr bilingual, lecker, lustig und hilfreich! Das entschuldigt dann auch, dass wir uns schon um 7Uhr morgens treffen. ;-)
British fire detectors seem to be particularly sensitive to smoke as well as steam. I just wanted to take a shower when suddenly the alarm started. An unbelievable noise came down from the top floor. I rushed up to see what I could do in order to get off again. I figured that this little box on the wall might have something to do with the alarm. Therefore I pressed the “reset” button. Unfortunately this turned out to be the hot water regulation instead. The alarm kept on beeping. After a couple of minutes it eventually stopped.
When Thomas and Gabi came home I first had to confess that the smoke alarm went on and secondly that they have reprogram the hot water regulation.
Alas, the “Fettnäpfchen” will probably continue…








