Archive for Oktober, 2008


Jetzt warte ich schon seit 56 Tagen auf diesen Tag: TOBI KOMMT! Auch wenn man behauptet, dass die Vorfreude die schönste ist, muss ich sagen, dass ich sehr froh bin, wenn heute Abend diese Warterei endlich ein Ende hat! :-) Selbst wenn es nur für ein Wochenende ist.


Ich fress nen Besen: Das Bild ist keine Fotomontage! Ich habe es vor 5 min in unserem Garten aufgenommen! Dabei hat man mir gesagt, dass es nicht mal weiße Weihnachten geben würde!
Von wegen Erderwärmung…


Wenn man Theologie studiert und sich über Hiphiel- oder Niphal-Formen im Hebräischen auslässt, dann kommt schon manchmal der Gedanke auf: “Wozu mache ich das eigentlich alles?”

Heute Abend, beim internationalen Café hatte ich eine interessante Begegnung: Ich fragte die junge Amerikanerin neben mir, ob sie irgendwelche Familientraditionen an Weihnachten haben. Da meinte sie, dass sie Jüdin sei. Eine jüdische Amerikanerin trifft auf eine deutsche Christin in England. Irgendwie schon ein bisschen bizarr. Das Gespräch hat sich dann so entwickelt, dass ich nächstes mal mein hebräisches Altes Testament mitbringe und sie mir daraus vorliest, weil sie ja weiß, wie es ausgesprochen werden muss.

Tatsächlich: Gott kann auch Hebräisch für missionarische Gespräche gebrauchen…


Es ist echt krass, wie sehr man eingeschränkt ist, wenn Nahrungsmittelallergien hat. Ich habe ja zum Glück keine, doch folgende Geburtstagseinladung hat mich darauf aufmerksam gemacht:

“[...] As most of you will know, Sarah has a whole package of allergies, intolerances and things. Therefore, it would be great if you could bring along something that Sarah could eat or drink. That way she is able to participate fully rather than bringing her own Tupperware box of food.”

Dies ist die Liste von Dingen die Sarah nicht essen darf:

“Savoury

Meats

Bacan
Beef
Pork
Tuna
Halibut

Vegetables and pulses

Potatoes
Brussel Sprouts
Butternut Squash
Cabbage
Carrot
Cauliflower
Courgette
Cucumber
Green been
Lettuce
Mushroom
Leek
Onion
Soya bean
Red chillies
peppers

Misc

Rice
Potato flour
Cornflower
Sunflower oil
Maize pasta (check this one with me first)

Herbs and spices

Basil
Black and whitepepper
Garlic
Cumin
Fenugreek
Rosemary
Thyme

Sweet stuff

Fruit

Apples
Cherries
Grapes
Mango
Peach
Pear
Pineapple
Raspberry
Strawberry

Misc

Sugar
Honey
Golden syrup
Cocoa powder (Sarah isn’t allergic to chocolate –but some of the additives that sneak in can cause problems. Some chocolate powders and chocolate bars are ok (again please check with me before using them –also I may be able to give you some stuff that we’ve collected on bulk rather than you buying something expensive –just for the occasion)

Don’t forget about things like cross contamination –also when greasing the surfaces of cooking tins –not to use butter or marg (I use a drop of sunflower oil).”

Krass, oder? Ich hatte absolut keine Ahnung was ich machen könnte. Aber es gibt liebe Menschen, die mit verschiedenen Zutaten rumexperimentiert haben, bis sie sogar Schokoladenkuchen machen konnten (der sogar gut schmeckte)!

Ich war echt gerührt, wie viele Menschen sich Mühe gemacht haben, um Sarah einen schönen Geburtstag haben zu lassen!
Es gibt viel mehr Menschen, die Unverträglichkeiten und Allergien haben, als ich bis jetzt immer angenommen habe. Es ist herausfordernd, sich darauf einzulassen. Das ist nur ein Feld von vielen, wo Nächstenliebe gefragt ist…


Delirious? ist mit dem neuen Album “King of Comfort” auf Abschiedstournee. Gestern wurden in London (O2-Center) die Türen geöffnet, der Boden zum Beben und die Decke zum Schwingen gebracht!
Ich erwartete ein Konzert, aber was da war, war Worship, Lobpreis, Anbetung. Viele neue Songs, aber auch die ganzen schönen alten bekannten “Schlager” wie “History Maker”, “Jesus’ Blood”, “My Glorious” und noch vieles mehr. Die Bühne in weiß, delirious? im Anzug.
Ein genialer Abend, ein Stück Vorgeschmack auf den Himmel! Wünsche delirious? Gottes Segen für die Zukunft und dass ihr Traum in Erfüllung geht: Dass wir mit einer Stimme für die schreien, die keine Stimme haben, dass wir nicht nur die großen Dinge der Welt ändern wollen, sondern dass wir mit einem großen Herzen bei den kleinen Dingen anfangen!

(Bilder kommen noch)


Der Cornerstone Bookshop hat heute reduzierte Bücher bei uns am College verkauft. Bin in einen regelrechten Kaufrausch geraten, weil es z.B. endlich “the message” zu einem erschwinglichen Preis gab…
Hätte mir auch beinahe ein Computerprogramm für meinen Palm gekauft mit mehreren englischen Bibeln und einem Lexikon. Thomas empfahl mir dann, mir doch mal das Bibel+Programm im Internet anzusehen. Hab es jetzt installiert und muss sagen: Seeehr geil! NT Graece, BHS, LXX, verschiedene englische Versionen, Bibellexika… Und das alles für umsonst! Für Theologiestudenten wie geschaffen! :-)


Etwas für die Wohlfahrtspflege zu tun (wie man so schön altdeutsch sagt) und gleichzeitig sich ganz neu einkleiden, ist doch eine gute Mischung!
An jeder Ecke findet man hier die charity shops, die so funktionieren, wie Second-Hand-Läden, nur dass der Erlös an einen guten Zweck geht, z.B. für Krebsforschung.
Heute hat es sich dann mal angeboten eine ausführliche Shoppingtour zu machen: Rock, Hose, Pulli, Shirt, Bluse, Top für zusammen 16 Pfund. Da kann man sich wohl nicht beschweren, oder? ;-)


Die berühmte feine englische Art, macht sich auch auf den Straßen bemerkbar (zumindest aus meiner Sicht als Fußgänger). Nicht nur, dass man an allen Übergängen daran erinnert wird, aus welcher Richtung die Autos kommen (siehe Bild), sondern auch, dass immer wieder die Autos anhalten, wenn man die Straße überqueren will, auch, wenn da kein Zebrastreifen ist.

Auf der anderen Seite wird man viel öfter angehupt. Als ich neulich wieder mit Susanne joggen war, meinte ich gegen Ende zu ihr: “Oh, heut hat uns ja noch gar keiner nachgehupt!”. Ihre Antwort: “Hast du den Fahrradfahrer vorhin nicht gesehen?!?”
:D


Das hatten wir heute live. Heute Abend war ich das erste mal mit einer Gruppe von Oak Hill Studies bei diesem Cafe dabei. Es ist auf dem Campus von der Middlesex University (daher kommt übrigens MDX) und soll ein evangelistischer Abend für internationale Studenten sein.
Da ich ja selbst sowas bin, dachte ich, dass ich da wahrscheinlich gut aufgehoben bin ;-)
Es war echt ein schöner Abend! (Wenn meine Kamera nicht so schlechte Bilder machen würde, würde ich euch das sogar damit beweisen.) Wir haben erzählt, gegessen, was gespielt, Leute kennengelernt…
Die Theorie die dahinter steht ist: “Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann kommt halt der Berg zum Propheten” oder so. Wenn wir schon nicht ins Ausland können (also ich ja schon aber…), dann nehmen wir halt mit den Ausländern vorlieb, die zu uns kommen.

Was mich hier echt total begeistert, ist, dass das nur eins von acht Angeboten für evangelistische Projekte ist! Und die werden alle komplett eigenständig von Studies geleitet und durchgeführt. Das Engagement, mit dem hier gearbeitet (und auch studiert) wird, finde ich wirklich beeindruckend!
Ich hoffe, dass davon etwas auf mich abfärbt…


Tja, eigentlich sollte dieser Artikel “Churches in London: Vineyard Church” oder so heißen. Heute morgen haben Thomas (”Gastvater”) und ich uns jedenfalls um 8Uhr aufgemacht um zur Kirche von Jason Clark zu finden. Nach zweieinhalb Stunden mit U-bahn und Zug sind wir endlich in Sutton angekommen. Von dort aus liefen wir dann zu Fuß (bei REGEN!) weiter. Irgendwo musste das jetzt sein. Die Adresse zu finden, war schon nicht so einfach. Schließlich haben wir dann endlich das Gebäude gefunden, an dem außen “Vineyard Church Sutton, Emergent UK” drauf stand, standen aber vor verschlossenen Türen. Auch sonst nirgends etwas von Gemeinde oder so in Sicht.
Schließlich gaben wir es auf, tranken noch ‘nen Kaffee bei Starbucks und machten uns wieder auf den Heimweg. Immerhin hat uns ein Spaziergang durch die Stadt an diversen Sehenswürdigkeiten, wie dem Big Ben, der Towerbridge und dem London Eye vorbeigeführt.
Als wir reichlich durchnässt und mit Blase wieder zuhause ankamen, hat das Internet das Rätsel gelüftet: Die Adresse war zwar die des church centre, aber das war nur das Verwaltungsgebäude. Der Gottesdienst fand heute morgen ein paar Straßen weiter in einer Schule statt… :-(
Nächstes mal wissen wir’s dann (bei hoffentlich besserem Wetter!).