Archive for the 'Allgemein' Category


Seit meinem letzten Blogeintrag hat sich ja so einiges verändert. Deshalb erstmal ein kurzer Überblick:

Januar: Zurück nach Deutschland

Februar: 6. Semester in Tabor (stressig!)

Bis Juli: Hochzeitsvorbereitungen, Vorbereitungen auf die neue Stelle, Studium und (Ethik-)Examen

Juli: HOCHZEIT! :) , Flitterwoche, Umzug, Einstellungsbeginn in der Evangelischen Gemeinschaft Bad Homburg als Jugendreferentin (-pastorin).

und jetzt: Einarbeiten.

Es ist ganz schön viel passiert in dem letzten halben Jahr, sodass ich mir mal die Freiheit nahm, nicht immer auch noch im Internet darüber zu schreiben ;) Jetzt sind Tobi (mein Mann) und ich aber gut hier in Bad Homburg gelandet, genießen das Leben zu zweit und da kann ja nun auch mein altes Blogg wieder auferstehen ;)

Seit heute haben wir dann auch tatsächlich wieder Internet und Telefon. Durch ein Missverständnis mussten wir darauf jetzt fast einen Monat verzichten. Mal ehrlich, man fühlt sich, als sei man von der Außenwelt abgeschnitten. Hatte allerdings auch den Vorteil, dass die ersten Wochen viel ruhiger für mich waren – und Tobi hat mitlerweile fast schon den dritten Band von Trudi Canervan’s Phantasie-Reihe durch. :)

Also, ich werde wieder öfter was von mir hören (lesen) lassen hier.  :)


Amos (7) fragt: Warum dauert es eigentlich so lange mit dem Vorbereiten für die Hochzeit?

Ich: Naja, es gibt halt viel zu tun…

Amos: Wieso? Man muss doch einfach nur Essen machen und dann Leute einladen und dann heiratet man halt!

:D


So, jetzt sitze ich hier zwischen gepackten Koffern, bereit um morgen wieder nach Deutschland zu fliegen.
Hinter mir liegt ein langes, spannendes, herausforderndes Semester. Wenn man mich fragt, ob ich froh bin, jetzt wieder nach Hause zu fliegen, weiß ich nicht, was ich sagen soll. Einerseits ja. Ich freue mich auf meine Freunde, alte Bekannte, meine Familie, Tabor und natürlich am allermeisten auf meinen Verlobten!
Nach Hause fliegen heißt aber auch, dass ich neue Freunde wieder zurück lassen muss. Wenn ich auf das vergangene Semester schaue, ist es einfach unglaublich, wie viele, tiefe Freundschaften sich entwickelt haben, wie viele schöne Momente es gab, wie viele Erfahrungen ich sammeln konnte und durch wie viele Herausforderungen Gott mich durch getragen hat.
Wenn ich morgen in das Flugzeug steige, werde ich viele und vieles zurücklassen – aber ich weiß, dass ich um viele Erfahrungen reicher geworden bin.
Was ich sonst noch so vermissen werde? Tee und Kaffee zu jeder Tages- und Nachtzeit, die leckeren Baguettes, die es immer zum Mittagessen gab, Dr. Who (kann man nicht beschreiben ;)), den täglichen Spaziergang mit den Kids zur Schule, die Tube (U-Bahn), London in der Nähe zu haben, die englische Sprache, Chocolate Oranges, die Band in der Gemeinde (bei der ich sogar ab und zu mitgespielt habe), zu meinem eigenen Erstauen bestimmte Teile der Andachtsliturgie und die Abendmahlsgottesdienste am Donnerstagmorgen, das Morgens-aufwachen-weil-Leah-auf-ihrem-Bett-hüpft, die vielen schönen, grünen Parks, die es hier überall gibt, die zahmen Eichhörnchen (eins kommt regelmäßig zu meinem Fenster und guckt rein, was ich gerade mache!), die Freundlichkeit und Höflichkeit der Engländer, meine Frühstücks-Lerngruppe, den ASDA (riesiges Einkaufscenter, bei dem man eigentlich alles kriegen kann, von Lachsbraten bis zur Lebensversicherung, der 24 Stunden am Tag geöffnet ist und immer supergünstige “smart price” Angebote hat, wie z.B. einen Wasserkocher für drei Pfund), die Freundlichkeit der Autofahrer, die oft extra anhalten, damit man über die Straße gehen kann, English Puddings (!) und Galaxy-Schokolade….

Tja, ein weiteres Kapitel meines Lebens scheint sich dem Ende zu zuneigen und eröffnet das Feld für ein neues Jahr voller spannender Veränderungen!

Also dann, auf geht’s! :)


Man sollte vielleicht auch einfach mal nachfragen…! Naja, nachher ist man immer…
Jedenfalls hatte ich mich heute mit Louise beim Dogmatik-Lernen gerade noch über Dave unterhalten als Sarah anrief um uns zu einer Runde “Siedler von Catan” einzuladen. Mir war natürlich sofort klar, dass es Dave’s Frau Sarah sein musste. Ich bin also dort zur verabredeten Zeit aufgetaucht und wunderte mich schon ein wenig über Dave’s erstauntes Gesicht. Ich fragte ob Louise schon da sei. Hochgezogene Augenbrauen und fragende Blicke: “Sollte sie auch kommen?”
Tja, es gibt halt doch noch mehr als nur eine Sarah in Oak Hill… Bin zum Schluss dann glücklicherweise doch noch bei der richtigen gelandet und wir hatten allesamt einen sehr coolen “Settler”-Abend. :D


Auf ins neue Jahr – und euch allen auch ein frohes Neues! :)
Hinter mir liegen ein paar wunderschöne Tage Urlaub in Stafford bei Freunden zusammen mit Tobi. Ich hab zum Schluss nicht mehr sagen können, welcher Tag es war – also so richtig Urlaub! Einfach mal nix tun – nicht einmal Blog schreiben (wie ihr vielleicht gemerkt habt) :) War auch nötig…
Dann noch ein kurzer Besuch (sechs Tage) in Deutschland um bei der TEFreloaded (eine Teen-Freizeit für Kinder von ehemaligen Tabor-Studenten) mitzuarbeiten. Sehr ermutigend, schön, spannend, herausfordernd, lustig…und schlaflos ;)
Und nun bin ich wieder hier in England um das letzte Exam zu schreiben, bevor die Zeit hier zu Ende ist.
Es ist unglaublich, dass die Zeit schon vorbei sein soll. Einerseits freue ich mich natürlich schon sehr auf das Ende der Fernbeziehung und dann auch darauf alle Freunde und Bekannte in Deutschland wiederzusehen – aber ein bisschen kommt auch Wehmut auf, wenn ich daran denke, dass ich die ganzen lieben Menschen hier bald zurück lassen muss…


Einen alten Freund wieder zu treffen, den man seit zweieinhalb Jahren nicht mehr gesehen hat, ist schon an sich cool. Wenn dieser dazu noch aus Südafrika kommt und gerade auch zufällig in London wohnt, ist das schon besonders.
Ich glaube, dass sich wahre Freundschaften dadurch auszeichnen, dass man sich Jahre lang nicht sehen kann, und wenn man sich dann wieder trifft, es ist, als wäre es nie anders gewesen.


Das ganze lässt sich natürlich auch super mit Sightseeing verbinden! :)


Father Christmas, Disco-Kugel im Bürotrakt, Essen, Leute im 70er-Jahre-Outfit, Musik und Tanzen: Ganz eindeutige Zeichen, dass das Semester rum und die Party begonnen hat!


Der Essay ist fertig und abgegeben. Ich weiß nicht, ob ich wirklich viel über die Dreieinigkeit gelernt habe, oder über die Zeit und ob das, was ich geschrieben habe, wirklich so stimmt.
Aber ich habe gelernt, dass Gott gnädig ist, dass es es Wert ist, sich auf Ihn zu verlassen und Er einen nicht im Stich lässt.
Ich war vollkommen verzweifelt, wusste nicht was ich schreibe sollte, habe Stunden damit verbracht, auf den Bildschirm zu starren und Panik zu schieben. Sogar Sonntags ging ich nicht zum Gottesdienst, um weiter zu arbeiten, aber es kam auch nichts dabei raus.
Es waren dann einige, sehr liebe, geduldige Menschen, die sich Zeit genommen haben, mit mir in Ruhe die Dinge durchgegangen sind, für mich gebetet haben, mich getröstet haben, und mir geholfen haben, meine Gedanken in Englisch auszudrücken.
Ich war total am Ende und habe wenig geschlafen, weil ja die Deadline immer näher rückte. Aber Gott gibt denen Schlaf, die auf Ihn vertrauen; das verspricht Er. Also legte ich mich einen Tag vor der Abgabe abends schlafen – und dann kam mir noch der entscheidende Gedanke für die Schlussfolgerung!
Ich habe es zwischendurch nicht mehr geglaubt, dass ich diese Arbeit noch rechtzeitig abgeben könnte, geschweige denn in einer Form, mit der ich zufrieden gewesen wäre. Jetzt bin ich einfach glücklich. Nicht stolz, denn ich weiß, dass ich das wirklich allein Gott zu verdanken habe, dass Er mir Menschen geschickt hat, die mir geholfen haben, dass Er mir noch in letzter Minute die richtigen Gedanken gegeben hat…
Ich hoffe, dass ich mir für die Zukunft merke, dass Gott die nicht im Stich lässt, die sich auf Ihn verlassen.


Also, nicht, dass ich hier ständig auf Parties bin oder so… Aber ab und zu muss man sich eine kleine Pause gönnen ;)
Ich will gar nicht viele Worte verlieren, schaut’s euch einfach selbst an :)


Auch wenn der Nikolaus die Kinder in England eigentlich nur zu Weihnachten besucht (und nicht schon am 6. Dezember), hat er heute bei uns eine Ausnahme gemacht!
Ich liebe die Vorweihnachtszeit! :)